Die Mobilisierungspage für die Antifademo „Die Verhältnisse zum Tanzen bringen – Nazis auf die Füße treten“ am 30.05.09 in Landau ist nun online.
Hier erfahrt ihr in nächster Zeit alles Wichtige zur Demo. Die Seite wird nun kontinuierlich erweitert und mit Inhalt gefüllt.
Also nicht vergessen:
Antifademo „Die Verhältnisse zum Tanzen bringen – Nazis auf die Füße treten“ am 30.05.09 in Landau / Pfalz
Treffpunkt: 12 Uhr, Landau – Bahnhofsvorplatz
Hier nun der Kurzaufruf:
„Die Verhältnisse zum Tanzen bringen
- Nazis auf die Füße treten -
Seit geraumer Zeit stellt die Rhein-Neckar-Region einen der Hauptschwerpunkte nazistischer Aktivitäten in Deutschland dar. Diese Entwicklung hat sich in den vergangenen Monaten noch verschärft, als Nazis von ihnen als links wahrgenommene Einrichtungen teilweise unter brachialer Gewaltanwendung angriffen, wobei dabei auch vor körperlichen Übergriffen auf politische GegnerInnen nicht zurückgeschreckt wurde. Zunehmend versuchen organisierte Neonazis – maßgeblich über die rechtsextreme Vereinigung „Nationale Sozialisten Südpfalz“ – ihren Einflussbereich auch auf die Region um Landau auszudehnen, hier neue Strukturen zu schaffen bzw. bestehende zu festigen und mittels Aktionen auf sich aufmerksam zu machen. Jüngstes Indiz hierfür ist der Versuch, für den 1. Mai eine Demonstration in Landau anzumelden. Den wichtigsten Ansatz im Kampf gegen Nazis stellt aus unserer Sicht eine von Aufklärungs- und Bildungsarbeit flankierte antifaschistische Politik und Praxis mit dem Schwerpunkt der offensiven gesellschaftlichen Intervention jenseits von zivilgesellschaftlichen Lippenbekenntnissen und Betroffenheitsrhetorik dar. Der Umgang mit Nazis darf keinesfalls ein akzeptierender, sondern muss ein konfrontativer sein. Antifaschistische Arbeit muss allerdings weit über die Neonazi-Problematik hinaus in eine wirklich freie und emanzipierte Gesellschaft fernab von Verwertungslogik und staatlicher Bevormundung hinausweisen und die Verhältnisse, welche Nationalismus, Ausgrenzung und rassistische Diskriminierungen tagtäglich produzieren, skandalisieren und diesen entschlossen entgegentreten.
Von staatlicher Seite werden rechtsextreme Aktivitäten meist verharmlost und antifaschistische Bewegungen kriminalisiert. So fühlt sich beispielsweise der Extremismusbeauftragte der Polizei Landau dazu berufen, bei Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus auf eine angebliche Gefahr von links zu verweisen. Zudem haben Linke auch hier in der Region mit Repressionen zu kämpfen, die sich unter anderem in einem Hausverbot im städtischen Jugendzentrum, in Hausdurchsuchungen und in absurden Auflagen für politische Veranstaltungen äußern.
Für uns bedeutet dies:
Gegen den Extremismus der Mitte!
Den rechten Ideologien den Nährboden entziehen!“
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